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Stark in der Gegenwart. Sicher in die Zukunft.
Soennecken Geschäftsbericht 2016

Wir dürfen die Zukunft nicht geschehen lassen, wir müssen sie aktiv gestalten. Dafür brauchen wir einen Plan, eine Strategie. Diese zu entwickeln ist Arbeit, aber eine Arbeit, die sich lohnt.

Liebe Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Bewertung des Geschäftsjahres 2016 sehen wir recht ambivalent. Einerseits ist es uns gelungen, in einem turbulenten Jahr eine bemerkenswerte Kontinuität – sowohl hinsichtlich der Leistungen für unsere Mitglieder als auch in wirtschaftlicher Hinsicht – zu wahren. Andererseits haben wir unser zweitgrößtes Mitglied nach einem Übernahmeversuch verloren und mussten zur Sicherung unserer Forderungen eine Delkrederesperre verhängen.

Zahlreiche Mitglieder behaupten sich erfreulich gut: Sie verstehen es, ihre Kunden durch persönliche Ansprache, hohe Dienstleistungsbereitschaft und Flexibilität bei der Erfüllung der Kundenwünsche an sich zu binden. Diese positiven Beispiele dürfen uns aber nicht den Blick dafür verstellen, dass es in der Breite schwieriger wird, die Marktanteile des Fachhandels zu halten.

Ein besonderer Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Soennecken eG, die sich 2016 ebenfalls intensiv mit Zukunftsfragen beschäftigt haben – zusätzlich zu dem herausfordernden Tagesgeschäft.

Der Aufsichtsrat hat uns insbesondere in der sehr arbeits- und beratungsintensiven Phase der Übernahmegespräche und bei den damit zusammenhängenden schwierigen Entscheidungen sehr unterstützt. Dafür danken wir den Aufsichtsrats-Mitgliedern ganz herzlich.

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Dr. Benedikt Erdmann
Vorstandssprecher Soennecken eG


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Dr. Rainer Barth
Vorstand Soennecken eG

Strategie 2025

Gemeinsam in die Zukunft.

Niemand weiß heute genau, wie die Bürolandschaft im Jahr 2025 aussehen wird. Jeder aber weiß, dass sie anders aussehen wird als heute. Die Digitalisierung krempelt vieles um, der Wettbewerb verändert sich ebenso wie die Produkte. Damit die Genossenschaft und ihre Mitglieder bei dieser Veränderung erfolgreich bleiben, wird ein beherztes „Weiter so!“ nicht reichen. Wir dürfen die Zukunft nicht geschehen lassen, wir müssen sie aktiv gestalten. Dafür brauchen wir einen Plan, eine Strategie. Diese zu entwickeln ist Arbeit, aber eine Arbeit, die sich lohnt. Manchmal werden wir gefragt, warum es gleich zehn Jahre sein müssen, die man in die Zukunft blickt. Ob nicht wie bisher auch drei reichen. Es ändere sich doch gerade alles so schnell. Eben! Gerade weil sich das Umfeld rasant verändert, ist es notwendig, weiter in die Zukunft zu blicken als bisher. Das alles geht nicht im Alleingang – im Gegenteil.

 

 

 

Eine Strategie für eine Gemeinschaft muss von der Gemeinschaft entwickelt werden. Unsere Strategie ist kein Geheimnis einer kleinen Gruppe, sondern ein offener Dialog der gesamten Genossenschaft und ihrer Mitglieder. Jede Idee, jedes Engagement ist wertvoll. Denn wir sind sicher, dass wir dann am erfolgreichsten sein werden, wenn wir die Strategie nicht nur denken, sondern sie alle zusammen leben. 

Weiter in die Zukunft
blicken als bisher

Statements

Strategie geht uns alle an.

Darum arbeiten bei Soennecken alle gemeinsam daran, wie die Bürowelt 2025 aussehen könnte und wie die Genossenschaft und ihre Mitglieder langfristig erfolgreich bleiben. An dieser Stelle überlassen wir unseren Mitarbeitern das Wort. Sie erzählen, was die Strategie 2025 mit ihnen macht und was sie für ihren Alltag bedeutet.

 

 

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Angelika Arnold
Bereichsleitung Strategie, Innovation und Kultur, Alter: 43 Jahre

» Ich finde es sehr beruhigend, in einem solchen Netzwerk aufgehoben zu sein und selbst mitbestimmen zu können. «

 

 

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Nina Bosse
Koordinatorin Projektmanagement Medien & Daten, Alter: 28 Jahre 

» Im Hinblick auf die Strategie 2025 ist noch nicht absehbar, wo die Reise hingeht. Wird es noch Print-Medien geben? Welche Dienstleistungen werden wir anbieten? «

 

 

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Katharina Tuttas
Referentin Warengeschäft, Alter: 23 Jahre 

» In einem innovativen Umfeld kann man sich ganz anders einbringen, als wenn alles immer so gemacht wird wie schon seit Jahren. «

 

 

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Jens Pietsch
Leitung Handelscontrolling, Alter: 51 Jahre 

» Da sehe ich Soennecken in der Pflicht, als Innovationsmotor zu wirken, Ideen zu entwickeln und zu den Händlern zu tragen. «

 

 

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Stefan Goertz
Key Account Manager Vertrieb Strecke, Alter: 55 Jahre 

» Durch die Strategiearbeit kann ich die Händler da abholen, wo sie stehen, und sie bei Themen wie neue Produkte und Vertriebskanäle begleiten. «

 

 

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Ralf Werner
Küchenchef, Alter: 55 Jahre

» Die Soennecken-Strategie ist sehr auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Nachhaltigkeit heißt bei mir: Selbstgekochtes, gesundes und preiswertes Essen – und Spaß machen soll es auch. «

 

 

 

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Dr. Benedikt Erdmann
Sprecher des Vorstands, Alter: 54 Jahre 

» Eine gute Strategie braucht Menschen, die sie mit Leben füllen. «

 

 

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Christian Weiss
Strategie- und Innovationsmanagement Leitung strategische Projekte, Alter: 35 Jahre

» Wir können den Umfang und die Bedeutung der Digitalisierung nur überblicken, wenn wir weiter schauen als bis ins übernächste Jahr – und zwar alle zusammen. «

 

 

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Tobias Zeisberg und Krenar Bedo
Azubis Fachlagerist, Alter: 18 und 40 Jahre

» Wir wissen gar nicht so ganz genau, was Strategie bedeutet, aber bereits nach einem Jahr in der Ausbildung sehen wir, dass hier im Lager viel neue Technologie dazugekommen ist. Da guckt man definitiv in die Zukunft. «

 

 

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Peter Pütz
Vertragslieferantengeschäft Streckenhandel, Alter: 50 Jahre 

» Ohne die oft sehr mutigen Schritte, die in den vergangenen 15 Jahren getan wurden, wären wir heute vielleicht nicht mehr als verlässliche Größe für unsere Mitglieder am Markt präsent. «

 

 

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Tanja Loeffler
Vertriebsinnendienst, Retourenabwicklung, Alter: 30 Jahre 

» Wir bekommen die Strategie ständig vorgelebt. Wenn man das mal so kennengelernt hat, will man gar nicht mehr darauf verzichten. «

 

 

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Dr. Rainer Barth
Vorstand, Alter: 51 Jahre 

» Ich bin sicher, dass Zukunftsfähigkeit zunächst beste Leistung in der Gegenwart braucht, und unsere Mitglieder verlassen sich darauf, diese von Soennecken auch zu bekommen. «

 

 

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Anja Künnemann
Produktmanagement S+T, Alter: 27 Jahre 

» Bei der Strategiearbeit darf man ganz anders an die Dinge herangehen und auch mal querdenken. «

 

 

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Sabine Schmidt
Leitung Controlling, Alter: 38 Jahre

» Wir sind nicht wie das Kaninchen, das in Ehrfurcht vor der Schlange erstarrt, sondern wir handeln. «

 

 

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Peter Kautz
IT-Systemtechnik, Alter: 46 Jahre 

» Bei uns in der Systemtechnik landen häufig die Ergebnisse aus den beschlossenen Themen der Strategiearbeit: bessere Shopsysteme für die Mitglieder, Technik für Videokonferenzen und, und, und. «

 

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Geschäftsbericht 2016 als PDF

Bericht des Vorstands

Der Konsolidierungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen.

Mit Amazon Business und weiteren digitalen Geschäftsmodellen machen zusätzliche Wettbewerber dem Fachhandel das Leben schwerer. Hier ist die Soennecken eG besonders gefordert, gemeinsam mit ihren Mitgliedern überzeugende Antworten auf diese zentralen Fragen zu erarbeiten: Wie können wir gemeinsam von der Digitalisierung des Büroalltags profitieren? Wie schaffen wir es, die sogenannten „Digital Natives“ als Kunden an unsere Mitglieder heranzuführen? Welche Antworten finden wir auf die voranschreitende Konzentration in unserer Branche? Diese Fragen rütteln an den Grundfesten des genossenschaftlichen Selbstverständnisses.

Weichenstellungen für die Genossenschaft

Ist es richtig, dass sich die Soennecken eG darauf konzentriert, mit rückwärtigen Dienstleistungen – also Zentralregulierung, Großhandel, Marketing, Beratung und IT – die Mitglieder zu unterstützen? Oder ist es vielmehr sinnvoll, dass die Soennecken eG neue Wege geht, indem sie selbst unternehmerisch tätig wird? Unternehmerisch wäre die Antwort eindeutig: Es müssen neue Geschäftsmodelle her, um Rückgänge in den „reiferen Märkten“ wenigstens zu kompensieren. Im Selbstverständnis einer Genossenschaft ist das keineswegs so klar.

Insbesondere diskutieren wir nach wie vor, ob eine Genossenschaft Wege beschreiten darf, die zu einem – wenn auch nur punktuellen – Wettbewerbsverhältnis zu Mitgliedern führen. Das laufende Jahr werden wir intensiv dafür nutzen, diese zukunftsweisenden Fragen mit unseren Mitgliedern weiter zu beraten.

Ein zweiter Schwerpunkt besteht darin, dass wir erhebliche Investitionen in unsere logistische Infrastruktur planen. 2016 haben wir bereits mit der Inbetriebnahme des sogenannten „Autostores“ die Voraussetzungen für wesentlich breitere Sortimente geschaffen.

Beide Fragen beschäftigen sich mit der Zukunft unserer Mitglieder und der Soennecken eG – und Entscheidungen für die Zukunft sind zwangsläufig mit gewissen Risiken verbunden. Umso wichtiger ist es, dass wir darüber mit unseren Mitgliedern reden, ihre Meinung und ihren Rat einholen und sorgfältig abwägen.

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Von der Digitalisierung
profitieren

Soennecken eG Bericht des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

Die Ereignisse des Jahres 2016 haben den Aufsichtsrat in besonderer Weise gefordert: Wir standen erstens vor der Frage, ob die Soennecken eG ihr zweitgrößtes Mitglied übernehmen soll, um damit Erträge und Marktanteile zu sichern und erhebliche wirtschaftliche Risiken im Forderungsbereich abzuwenden. Ebenso anspruchsvoll war aber zweitens die Frage, ob es richtig ist, dass die Soennecken eG damit in relevantem Umfang selbst im Endverbrauchermarkt aktiv wird, und welche Auswirkungen dies für die Genossenschaft insgesamt hat. Nun ist es anders gekommen, und wir mussten stattdessen dafür Sorge tragen, die ehrgeizigen wirtschaftlichen Ziele der Soennecken eG dennoch zu erreichen.

Dem Vorstand gebührt besondere Anerkennung, vor allem dafür, dass die Mitglieder unter diesen Turbulenzen nicht zu leiden hatten.

Jedes Mitglied erhält seine Ausschüttung in der angekündigten Höhe und auch die im Tagesgeschäft erarbeiteten Förderleistungen haben nicht gelitten. Im Gegenteil: Es wurde viel Neues erarbeitet und es wurden zusätzliche Dienstleistungen für die Mitglieder geschaffen.

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Zusätzliche Dienstleistungen geschaffen

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