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Auszug Bericht des Vorstands

Liebe Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren,

das Geschäftsjahr 2020 hat uns vor besondere Herausforderungen gestellt, und wir hoffen sehr, dass es in mehrfacher Hinsicht ein Ausnahmejahr bleiben wird. Erstens ging es um die Bewältigung der Corona-Pandemie, zweitens hatten wir zur Jahresmitte einen Vorstandswechsel und drittens gab es anspruchsvolle Aufgaben im Tagesgeschäft.

 

Bewältigung der Corona-Pandemie

Mit dem ersten Lockdown im März 2020 wurde das Wirtschaftsleben sehr stark heruntergefahren. Das Homeoffice wurde zum gelebten Alltag, digitale Meetings wurden Normalität und weite Teile der Bundesrepublik fanden sich auf einmal in einer Art Zwangsdigitalisierung wieder. Dies hatte erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft der Mitglieder und unsere Umsätze. Viele Büros standen leer, es wurde weniger Büromaterial verbraucht, es wurde weniger gedruckt und kopiert, und es wurden auch weniger neue Büroflächen geplant. Die Umsatz- und Ertragsausfälle waren beträchtlich. Wirtschaftlich konnten sich viele Mitglieder unter anderem durch das Verkaufen von Artikeln für den Infektionsschutz über Wasser halten. Dies hat erfreulich gut funktioniert. 

 

Operativer Betrieb gewährleistet

Auch Soennecken-intern ging es darum, die Auswirkungen der Pandemie zu beherrschen und zu begrenzen. Wir haben daher unter anderem folgende Maßnahmen eingeleitet:

  • Wir waren vom ersten Tag des Lockdowns an auch aus dem Homeoffice uneingeschränkt arbeitsfähig. Die Betriebsstätten von Soennecken – und hier insbesondere unsere beiden Läger – konnten während der gesamten Pandemie uneingeschränkt arbeiten.
  • Wir haben für ausreichend Liquidität gesorgt.
  • Mitten im ersten Lockdown haben wir die eigentlich erst nach der Generalversammlung fällige Ausschüttung an die Mitglieder ausgezahlt.
  • Wir haben uns auf die Sicherstellung des wirtschaftlichen Ergebnisses unserer Genossenschaft konzentriert.

Kurzum: Die kurzfristigen Auswirkungen der Pandemie auf Umsatz und Gewinn halten wir für beherrschbar. Es ist uns gelungen, den operativen Betrieb zu gewährleisten, die Ergebnisse zu sichern und Mitglieder vor größerem Schaden zu bewahren.

 

An der Schwelle zu einer neuen Zeit

Seit bestimmt 15 Jahren wird über das papierlose Büro debattiert. Während der Pandemie war es auf einmal da, vielfach allerdings nicht im Büro, sondern zu Hause. Wir gehen davon aus, dass etwa 25 % der sogenannten „Wissensarbeiter“ zumindest zeitweise von zu Hause und auch im Büro verstärkt digital arbeiten werden. Dies führt zu einem niedrigeren Verbrauch an Büromaterial, und auch die Anforderungen an die Büroeinrichtung verändern sich nachhaltig.

Wir glauben nicht an das Ende des Büros; wir halten allerdings eine größere Vielfalt in der Arbeitswelt für sehr wahrscheinlich. Damit wird sich auch das Beschaffungsverhalten der Kunden weiter differenzieren. Im Bereich des Bürobedarfs, der Druck- und Kopiersysteme und im Einzelhandel befinden wir uns in einem strukturell schrumpfenden Markt. Dies muss strategische Konsequenzen für unsere Mitgliedsfirmen und für Soennecken haben. Bereits im Jahre 2019 haben wir mit der Entwicklung unseres ersten Franchise-Systems, „Die Kaffeemeister“, begonnen.

Die wirtschaftlichen und strukturellen Konsequenzen der Corona-Pandemie sind noch nicht absehbar. Gerade weil wir das nicht wissen, sollten wir uns gut vorbereiten.

 

„Unsere angestammten Märkte stehen vor großen Umbrüchen. Wir brauchen gemeinsam den Mut, neue Märkte mit neuen Methoden zu erschließen.“

Dr. Benedikt Erdmann,

Vorstandssprecher Soennecken eG

 

Gute Ergebnisse sind immer eine Teamleistung

Wir sind vielen Menschen für ihre tatkräftige Unterstützung in diesem schwierigen Jahr zu Dank verpflichtet.

  • Das Miteinander mit den Mitgliedern war wieder einmal außerordentlich wichtig und wertvoll.
  • Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das „Herz von Soennecken“ ohne „Aussetzer“ weiter schlagen lassen.
  • Mit dem Aufsichtsrat haben wir 2020 so intensiv miteinander gearbeitet, wie vermutlich niemals zuvor.

In dieser Krise zeigt sich auch, was eine Gemeinschaft wert ist. Wir arbeiten jeden Tag dafür, dass unsere Mitglieder die bestmögliche Unterstützung von ihrer Genossenschaft bekommen.

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Dr. Benedikt Erdmann
Frank Esser
Georg Mersmann
Auszug Bericht des Aufsichtsrats

Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2020 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie.

Es ging darum, die kurzfristigen wirtschaftlichen Konsequenzen für Soennecken und – soweit möglich – für die Mitgliedsfirmen abzufedern und größeren Schaden zu verhindern. Dies ist uns – nach unserer Einschätzung – ganz gut gelungen.

Die Soennecken eG hatte in diesem Corona-Jahr keine Zahlungsausfälle, und es sind auch nicht mehr Mitgliedsfirmen aus dem Markt ausgeschieden als sonst üblich. Vielleicht hat auch die umfangreiche Unterstützung der Genossenschaft dazu beigetragen, dass die Mitgliedsfirmen gut durch diese Krise kommen. Die Soennecken eG hatte durch die vorzeitige Ausschüttung des Bonus für das Geschäftsjahr 2019 im März 2020 frühzeitig Liquiditätshilfe geleistet, und es gab zahlreiche Angebote im Tagesgeschäft, die die Mitglieder bei der Bewältigung ihrer schwierigen Aufgaben unterstützen sollten.

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Florian Leipold, Vorsitzender
Carla Gundlach, stellv. Vorsitzende
Stefanie Kremer
André Nösse
Birgit Holzmann
Benno Lohausen
Ruth Wolters
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