Soennecken Logo
Pädagogisches Konzept

Das steckt dahinter

So verstehen wir unseren erzieherischen Auftrag

Im alltäglichen Miteinander ist es unser Ziel, den Kindern viele Erfahrungsfelder zu öffnen, ihnen umfassende, sinnorientierte und vor allem kindgerechte Möglichkeiten zum Entdecken und Erleben anzubieten. Wir geben Ihrem Kind die Gelegenheit, sein Umfeld und seine Welt zu begreifen. Daraus erfasst es eigenständige Erfahrungen und Lernerlebnisse und entwickelt sich stetig in den folgenden Kompetenzen. Denn Vorschulerziehung beginnt nicht erst im Jahr vor der Schule. Ihr Kind „lernt“ besonders in den ersten Lebensjahren viele elementare Bausteine für sein Leben.

Ganzheitliche Förderung

Mit altersgerechten Angeboten sowie durch unser Raum- und Materialkonzept fördern wir Ihr Kind ganzheitlich – ohne es zu überfordern. Dazu gehören gemeinsames Erzählen, Singen und Musizieren, Bilderbücher, Fingerspiele, die Zubereitung des Frühstücks, kreative Angebote, verschiedene Spielmöglichkeiten, Bau- und Konstruktionsmaterial, Rollenspielecke, Entspannungsgeschichten, Matschen mit Wasser, Schaum und Sand, Tage im Grünen/Wald, verschiedenste Bewegungsmöglichkeiten zur Körpererfahrung und noch vieles mehr.

Bewegung als Schlüsselfaktor

Einen besonderen Schwerpunkt legen wir im Rahmen der ganzheitlichen Förderung auf Bewegung, da diese mit allen Kompetenzen eng vernetzt ist. Bewegung ist ein umfassender Grundstein in der Entwicklung jedes Kindes, auch für die uns wichtige Sprachentwicklung. Bewegung ist für unsere Kinder Selbstständigkeit und Mobilität. Sie können ihr Körpergefühl und -bewusstsein entwickeln und lernen, sich und ihre Fähigkeiten einzuschätzen. Durch Bewegung erforschen und begreifen sie die Welt, machen Sinneserfahrungen, entdecken Ausdrucksmöglichkeiten von Gefühlen. Kinder suchen eigenständig nach Bewegungsmöglichkeiten und der fein- und grobmotorischen Herausforderung. Unterschiedliche Fahrzeuge, Materialien, Geräte und Geländeerfahrungen fordern immer komplexere Bewegungsabläufe heraus, wodurch Ihr Kind Beweglichkeit, Koordination, Kraft, Ausdauer und Motivation entwickelt.

Ein "Tagebuch" für jedes Kind

Für jedes unserer Tagespflegekinder werden wir einen Ordner anlegen. In diesem Ordner werden wir Portfolios, gemalte oder gebastelte Kunstwerke, besondere Aktivitäten und Angebote sowie Fotos Ihres Kindes festhalten. Mit den darin befindlichen Dokumenten verfolgen wir verschiedene Entwicklungsschritte Ihres Kindes und erstellen gleichzeitig ein Stück Erinnerung an eine schöne, erlebnisreiche Zeit. In der Betreuung Ihres Kindes ist uns eine intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kind und Tagesmutter von großer Wichtigkeit. Ein kurzer Austausch beim Bringen und Abholen, Absprachen und vertrauensvolle, offene Gespräche dienen dem Wohl Ihres Kindes. Damit unsere Arbeit für Sie transparent ist, werden wir Sie im Flurbereich über unsere Aktionen, Termine, Besonderheiten, Feste etc. informieren.

Eingewöhnungszeit

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Die Kinderbetreuung ist für Ihr Kind der erste eigenständige Lebensabschnitt und für Sie, liebe Eltern, eine emotionale Situation. Kinder sind wunderbar, lebendig und einzigartig. Sie verfügen über die Gabe, sich neugierig, offen und mit Freude auf Neues einzulassen. Jedes Kind liegt uns am Herzen. Unser wichtigstes Ziel ist es, dass es sich wohl und geborgen fühlt. Wir möchten, dass auch Sie das Gefühl haben, dass wir ganz nah bei Ihrem Kind sind und Sie uns Ihr Kind mit einem guten Gefühl anvertrauen können. Daher beginnen wir die Eingewöhnungsphase mit einem persönlichen Gespräch, in dem Sie uns anhand eines Elternfragebogens über Ihr Kind und alles, was Ihnen wichtig ist, informieren. Alle Angaben und Informationen sind natürlich vertraulich. Wir gewöhnen Ihr Kind in kleinen Phasen ein, angelehnt an das Berliner Modell. 

Die ersten Piraten-Tage

In den ersten Tagen wird Ihr Kind durch Sie oder eine andere Bezugsperson begleitet. Am ersten Tag ist es wichtig, dass Ihr Kind die Räumlichkeiten besser kennenlernt. Durch Ihre Anwesenheit wird Ihrem Kind dies sicher gut gelingen. In den ersten zwei bis drei Tagen werden wir über das Spielen oder Erzählen erste Annäherungsversuche machen, um eine Bindung aufzubauen. Dabei bleiben wir im intensiven Austausch und überlegen, ob Ihr Kind zu einer kurzen Trennungsphase bereit ist. Dies wird erfahrungsgemäß am dritten bis vierten Tag der Fall sein. Zu diesem Zeitpunkt hat ein Kind in der Regel eine erste emotionale Bindung aufgebaut. Verläuft die erste Trennungsphase gut, werden die Trennungszeiträume in den folgenden Tagen vergrößert. Wenn Ihr Kind sich bei uns wohl fühlt, es Bindungsverhalten zeigt und sich von uns trösten und beruhigen lässt, ist die Eingewöhnungszeit abgeschlossen. Bitte bedenken Sie, dass Trennungsschmerz etwas völlig Normales ist. Wichtig ist, dass Ihr Kind sich von uns innerhalb einer kurzen Zeitspanne trösten lässt. Meist ist die Eingewöhnungszeit nach einigen Tagen abgeschlossen. Bitte planen Sie circa zwei Wochen für die Eingewöhnungszeit ein, damit weder Sie noch Ihr Kind unter Zeitdruck geraten. Eine sanfte, entspannte Eingewöhnung ist für Ihr Kind besonders wichtig. Hilfreich bei der Eingewöhnung können vertraute Gegenstände von zu Hause sein (wie z. B. das Lieblingskuscheltier, ein Schmusetuch, ein geliebtes Spielzeug oder ein Trostbuch).

Spiel, Spaß und Kinderlachen

Die Kinder werden am Morgen mit einem freundlichen „Guten Morgen!“ willkommen geheißen. Wenn alle Kinder angekommen sind und gut in den Tag gefunden haben, machen wir einen Sitzkreis, um uns gemeinsam zu begrüßen, etwas zu singen oder zu spielen und den Tag zu planen. Danach bereiten wir das Frühstück vor, das jedes Kind nach Bedarf zu sich nehmen kann. In der Zeit bis zum Mittagessen können die Kinder ihre Bedürfnisse im freien Spiel ausleben und an geplanten Angeboten teilnehmen. Außerdem möchten wir (dem Wetter angepasst) einen Teil der Zeit an der frischen Luft verbringen. Wir feiern Feste des Jahreskreises und Geburtstage, planen gemeinsame Aktivitäten, Spaziergänge, Tage im Grünen/im Wald oder andere Ausflüge, die wir vorher natürlich mit Ihnen absprechen. Jedes Kind hat die Möglichkeit, sich entsprechend seiner Schlafgewohnheiten zurückzuziehen, um neue Kraft zu tanken. Nach einem erlebnisreichen und fröhlichen Vormittag bereiten wir uns auf die Mittagszeit vor. Das leckere Mittagessen nehmen wir gemeinsam ein. Kinder, die zu der Zeit schlafen, können später essen. Sind alle satt, legen wir eine kleine Ruhezeit ein. Hier lesen wir z. B. ein Bilderbuch, ziehen uns in die Kuschelhöhle zurück oder hören eine CD. Und dann geht’s weiter mit Spiel, Spaß und Kinderlachen, bis die Kinder abgeholt werden.