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Gemeinsam Zukunft sichern.
Soennecken Geschäftsbericht 2015

Unsere Stärke begründet sich in dem erfolgreichen Zusammenwirken vieler Menschen – sowohl in den Mitgliedsfirmen als auch bei Soennecken selbst. Dies ist das genossenschaftliche Fundament, um gemeinsam Zukunft zu sichern.

Liebe Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Geschäftsbericht ist jedes Jahr aufs Neue Anlass, Bilanz zu ziehen und darüber nachzudenken, was wir im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht haben – und was nicht. Wir wollen es aber nicht bei dem Blick zurück belassen, sondern blicken auch in die Zukunft und informieren über unsere Arbeitsschwerpunkte in dem bereits laufenden Jahr.

Ein Highlight des Jahres 2015 war der Erwerb des ersten eigenen Ladengeschäftes der Soennecken eG – der Firma Ortloff in Köln. Der Kauf war ein Glücksgriff: Zu uns gehört nun eines der bedeutendsten Ladengeschäfte unserer Branche. Es ist gut geführt, rentabel und eignet sich – quasi vor unserer Haustür – ideal als Concept Store und Testbetrieb für sämtliche Mitgliederleistungen. Vieles von dem, was wir künftig den Mitgliedern empfehlen wollen, soll zuvor bei Ortloff getestet werden.

Den zahlreichen Mitgliedern, die sich für unsere gemeinsame Sache engagieren, gilt unser besonderer Dank. Die Mitarbeiter der Soennecken eG haben das gute Jahresergebnis wesentlich erarbeitet. Dafür verdienen sie unseren Dank und unsere Anerkennung.

Soennecken eG Vorstandssprecher Dr. Benedikt Erdmann

 

Dr. Benedikt Erdmann
Vorstandssprecher Soennecken eG


Soennecken eG Vorstand Dr. Rainer Barth

 

Dr. Rainer Barth
Vorstand Soennecken eG

Soennecken eG

Bewährtes bewahren – Neues wagen

Durch die Verbindung von traditionellen Werten mit Innovationsgeist und klaren Strategien für die Zukunft leistet die Genossenschaft einen wesentlichen Beitrag dazu, dass ihre regional verwurzelten Mitglieder sowohl im B2B- als auch im Endkundengeschäft erfolgreich am Markt agieren.

Den Blick nach vorn

Die Soennecken eG blickt mit ihren Mitgliedern gemeinsam in die Zukunft, denn nur dort finden sich die Erfolgsfaktoren für das Handeln in der Gegenwart. Aus der Analyse von Marktbedingungen und -tendenzen entwickelt die Genossenschaft klare Strategien, umsetzbare Konzepte und handfeste Maßnahmen, um die Marktfähigkeit der Mitglieder zu erhalten und zu steigern. Die Säulen dafür sind Know-how, Kompetenz und Kommunikation. Das Soennecken-Dienstleistungsportfolio für die Mitglieder, aber auch der hohe Zertifizierungsgrad sind beispielhaft in der Branche.

Eine Frage des Blickwinkels

Das Altbewährte immer weiter zu optimieren sowie die Ausrichtung auf die Zukunft bilden im Selbstverständnis der Soennecken eG eine Einheit. Die Basis der Genossenschaft sind traditionelle Werte wie Solidität, Verlässlichkeit und Verantwortung. Die Verantwortung für ihre Mitglieder liegt in deren Beständigkeit am Markt – heute und in Zukunft. Dafür gilt es, mit wachem Blick eben jene Zukunft zu analysieren und auf sie hinzuarbeiten – und zwar zuverlässig, solide und mit dem Innovationsgeist des Gründers.

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Innovationsgeist und klare Strategien

Soennecken eG Gruppenbild

B2B – Büroeinrichtung

Büroeinrichtung – drei Fragen an Torsten Buchholz

Drei Fragen an Torsten Buchholz

Welche Herausforderungen stellen sich am Markt und wie unterstützen Sie die Mitglieder, sich dort gut zu positionieren?
Die Anforderungen unserer Kunden ändern sich. Zum einen durch technologischen Fortschritt, zum anderen durch die höhere Bedeutung des Arbeitsumfelds für die Mitarbeiter. Es geht um Funktionalität und Design, ums Wohlfühlen und um die Gesundheit sowie um Leistungsfähigkeit und Produktivität.

Ganz konkret – was haben Sie erreicht?
Unser Qualifizierungsprogramm hat 2015 riesige Resonanz erfahren. 108 Teilnehmer von 75 Mitgliedern haben insgesamt über 37.000 Stunden an unseren Seminaren teilgenommen. Der Erfolg ist messbar: Der Umsatz stieg bei den teilnehmenden Händlern um durchschnittlich 9 %.

Was steht für die nähere Zukunft auf Ihrem Plan?
Wir werden unser Qualifizierungsprogramm mit noch mehr Praxisnähe und aktuellen Themen weiter ausbauen. Unser Dienstleistungskatalog wird ab Mitte 2016 allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden.

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Kratzen, bevor es juckt – Dienstleistung als Zukunft der Büroeinrichter

Die Geschäftsführer Lars Andresen und Michael Reich sehen in der Dienstleistung die Zukunft der Büroeinrichter – und die Zukunft beginnt jetzt.

Wer hat eigentlich gesagt, dass ein Büroeinrichter nur Büroeinrichtung verkaufen kann? Und wer hat gesagt, dass er sämtliche Leistungen rund um die Einrichtung dem Kunden quasi dazuschenkt? Natürlich hat das niemand gesagt. Aber genau so haben viele Büroeinrichter bislang gehandelt. Wenn es nach der Soennecken-Händlergruppe geht, die sich unter Leitung der Genossenschaft intensiv mit dem Wandel und den Chancen im Markt beschäftigt, sind diese Zeiten vorbei. Die Bürowelt ändert sich, Dienstleistungen werden vermehrt nachgefragt – und Dienstleistungen sollen beim Händler zu Umsatz führen.

Lars Andresen, Geschäftsführer der Walther Schumacher GmbH in Oldenburg, zitiert den britischen Schauspieler Peter Sellers mit den Worten: „Zukunftsforschung ist Kratzen, bevor es juckt.“ Dann fügt er hinzu: „Deshalb machen wir so etwas. Innovation ist gleich Erfolg.“ Andresen ist einer aus dem Kreis der zwölf Soennecken-Mitglieder, die in der Gruppe händlerfördernde Maßnahmen und Leistungen entwickeln, z. B. den Dienstleistungskatalog, in dem über 150 Module von der Stuhlreinigung bis zur kompletten Büroplanung beschrieben sind.

Michael Reich, Geschäftsführer der Bürocenter Reich GmbH im bayerischen Schrobenhausen, arbeitet ebenfalls in der Gruppe. „Die Hersteller haben verständlicherweise wenig Interesse, uns bei Dienstleistungen zu unterstützen. Sie haben ja nichts davon“, sagt er. Und ergänzt: „In der Zeit vor der Soennecken-Gruppe habe ich diesbezüglich an keiner anderen Stelle Input erhalten.“

Genau in der Dienstleistung jedoch sehen beide Unternehmer die Zukunft der Büroeinrichter, und beide haben diesen Weg bereits beschritten. „Es ist viel einfacher, einem bestehenden Kunden weitere Leistungen zu verkaufen, als einen neuen Kunden zu gewinnen“, sagt Reich. Die Produktzyklen sind lang. „Nach einer Neuausstattung ist der Kunde für zehn bis 15 Jahre fast ‚tot‘. In dieser Zeit kann ich aber mit Dienstleistungen weiter Geld an ihm verdienen und mich zudem als erster Ansprechpartner platzieren, falls er wieder Bedarf hat.“

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Dienstleistung ist die Zukunft 

Soennecken eG Büroeinrichtung

B2B – Streckenhandel

Streckenhandel – drei Fragen an Kai Holtkamp

Drei Fragen an Kai Holtkamp

Welche Herausforderungen stellen sich am Markt und wie unterstützen Sie die Mitglieder, sich dort gut zu positionieren?
Die Lage am Markt ist geprägt von Konsolidierung. Wir haben wenige Anbieter, die den Markt bestimmen, intensiv investieren und dafür auch ein entsprechendes Geschäftsmodell haben. Das haben insbesondere die im Kleinkundenbereich agierenden Händler nicht.

Ganz konkret – was haben Sie erreicht?
Zunächst einmal haben wir mit So.PROCURE eines der besten Procurement-Systeme am Markt. Im vergangenen Jahr entstand mit der s:max-Gruppe eine erste Vertriebsgruppe als Pilot, in der gleichgesinnte Händler gemeinsam arbeiten. Ein Ergebnis daraus ist ein skalierbares Modell für deren Kundensegment, das die Händler in die Lage versetzt, ihre eigene Kundenstruktur zu verstehen und kundenorientierter zu handeln. 

Was steht für die nähere Zukunft auf Ihrem Plan?
Ein großes Projekt wird die Soennecken-Akademie sein, in der z. B. Verkaufstrainings stattfinden werden. Wir werden darüber hinaus zwei weitere Vertriebsgruppen bilden und dabei in der Kundengröße eine Stufe nach oben gehen.

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Austausch auf Augenhöhe – die s:max-Vertriebsgruppe

In der s:max-Vertriebsgruppe entwickeln neun Soennecken-Streckenhändler konkrete Maßnahmen für die eigene Zukunft. Die Konkurrenz ist groß – und sie hat viel Budget, viel Analyse und niedrige Preise. Soennecken-Händler sind zumeist kleiner und haben weniger finanzielle Möglichkeiten. Dafür haben sie andere Stärken, wie z. B. die Verwurzelung in der Region, Persönlichkeit und die Chance, gemeinsam größere Dinge zu schaffen als allein. Neun von ihnen haben sich seit September 2014 in der Soennecken s:max-Gruppe zusammengefunden.

Gezielte Vermarktungs-unterstützung

„Es ging darum, sich auf Augenhöhe zu begegnen“, sagt Hans-Joachim Austrup, Geschäftsführer der Heinrich Wietholt GmbH in Velen, „sich vergleichen, austauschen, Ideen finden, schauen, was wir miteinander umsetzen können.“ Auch Geschäftsführer Markus Frankenne von der Frankenne GmbH Aachen stellt den Gemeinschaftsaspekt weit oben an: „Das ist ein offener Club, in dem man sich auch Erfolgsgeschichten erzählen kann, bei denen jeder vom anderen profitieren kann.“ Die Chemie stimmt in der Vertriebsgruppe für Streckenhändler, man vertraut sich.

Inhaltlich geht es bei s:max um eine gezielte und skalierbare Vermarktungsunterstützung für die Mitglieder – ausgerichtet auf unterschiedlichste Vertriebswege, ausgerichtet am Endkunden. Konkret stellen sich Fragen wie: Welche Maßnahmen ergreifen wir bei der Akquise, bei Folgeaktivitäten, beim Ausbau oder beim Reaktivieren eines Kunden oder Kundensegments? Wie stärken wir unsere Regionalität? Wo stehen wir überhaupt? „Das ist etwas, was wir so noch nicht gemacht haben und was man als Einzelner nicht gestemmt bekommt“, sagt Markus Frankenne. „Es ist schön, wenn mal Dinge durch eine andere Brille gesehen werden. Es hat uns begeistert, solche Themen mitanzugehen.“

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Soennecken eG Streckenhandel 1
Soennecken eG Streckenhandel 2

B2B – Warengeschäft

Warengeschäft – drei Fragen an Jens Melzer

Drei Fragen an Jens Melzer

Welche Herausforderungen stellen sich am Markt und wie unterstützen Sie die Mitglieder, sich dort gut zu positionieren?
Die Herausforderung für die Fachhändler ist, sich im immer schärfer werdenden Wettbewerb gegen die Konkurrenz zu behaupten, die aufgrund ihrer Größe und Online-Präsenz hoch professionell agiert. Auch kleinere Händler müssen schnell und qualitativ hochwertig liefern können, um Kunden zu halten und neue zu gewinnen.

Ganz konkret – was haben Sie erreicht?
Neben einigen Akquiseerfolgen haben gegen Ende des Jahres einige Mitglieder die Lagerführung nach Overath übertragen. Insbesondere durch die impliziten Leistungen wie IT-Anbindungslösungen, Kundenbetreuung bei und nach der Umstellung und Schulungen stehen sich die Mitglieder bei der LS3-Umstellung wirtschaftlich besser als mit eigener Logistik.

Was steht für die nähere Zukunft auf Ihrem Plan?
Wir werden der hohen Nachfrage nach unseren Lager- und Logistikleistungen mit einer Erweiterung des Overather Zentrallagers entsprechen.

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Mit dem Charme des Mittelstands und der Professionalität eines Globals

Im November 2015 legte die obbo GmbH Saarbrücken Warenlager und Logistik in die Hände der Soennecken eG. Geschäftsführerin Sylvia Kuhr über qualitative und quantitative Verbesserungen durch LS3.

Es ist schon immer etwas Besonderes gewesen, in einem mittelständischen Familienbetrieb groß zu werden. Sylvia Kuhr erinnert sich, wie sie als kleines Mädchen an der Hand ihres Vaters durchs Warenlager ging und dieser voller Stolz sagte: „Das gehört alles uns.“ Heute ist Sylvia Kuhr selbst Geschäftsführende Gesellschafterin der obbo GmbH in Saarbrücken. Nur ihr Lager, das ist seit November 2015 bei der Soennecken eG in Overath. Bereut hat sie diesen Schritt noch keine Sekunde.

Lösungen und Ideen verkaufen

„Der Mensch hat seinen Besitz nun mal gerne zum Anfassen“, sagt sie. Deshalb und aus Tradition würden die meisten Händler an ihrem eigenen Lager hängen. Der Sprung zum Stockless Dealer bedeute, keine Ware mehr zum Anfassen zu haben. „Plötzlich verkaufen Sie etwas ganz Modernes“, sagt Kuhr, „nämlich Lösungen und Ideen.“ So weit zum Bauchgefühl. Doch erfolgreiche Unternehmer verlassen sich nicht ausschließlich auf ihr Bauchgefühl. „Ich glaube, dies ist die zeitgemäße Form des Handelns und die einzige, die funktionieren kann“, sagt die obbo-Geschäftsführerin und legt die Fakten auf den Tisch.

„Die Kosteneinsparung ist enorm“, sagt sie. Miete, Fuhrpark, Personal entfallen und es entstehen deutlich geringere Kosten für Verpackung und Versand, insbesondere weil keine Nachlieferungen mehr erforderlich sind. „Und wenn, übernimmt das Soennecken und nicht wir“, sagt sie. Darüber hinaus werden auch im Innendienst Kapazitäten frei für andere Tätigkeiten. Weitere Leistungen der Soennecken eG wie Shop-Systeme und Artikelpflege wären im eigenen Haus nur mit hohem Ressourceneinsatz zu leisten. „Insgesamt sind die Kosten für den marginal höheren Einkaufspreis viel geringer als die Kosten für unser eigenes Lager“, fasst Sylvia Kuhr zusammen.

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Soennecken eG Warengeschäft
Soennecken eG Warengeschäft 2

B2B – Drucken und Kopieren

Drucken und Kopieren –
drei Fragen an Winfried Schneider

Drei Fragen an Winfried Schneider

Welche Herausforderungen stellen sich am Markt und wie unterstützen Sie die Mitglieder, sich dort gut zu positionieren?
An Digitalisierung kommt niemand vorbei – weder unsere Mitglieder noch unsere Kunden. Wenn ich eine persönliche Prognose wagen sollte, glaube ich, dass in den nächsten zehn Jahren das Druck- und Kopiervolumen um etwa die Hälfte zurückgehen wird.

Ganz konkret – was haben Sie erreicht?
Den MPS-Professionals gehören inzwischen über 25 Fachhandelsunternehmen an, die sich regelmäßig austauschen. Zuletzt haben wir im Rahmen unseres ITIL-Konzepts zur Standardisierung mit der Schulung und Zertifizierung von 40 Händlern begonnen. 

Was steht für die nähere Zukunft auf Ihrem Plan?
Im Rahmen der ITIL-Strukturen entwickeln wir mit den Mitgliedern einen gemeinsamen Service- Katalog, in dem Leistungen beschrieben und bepreist sein werden.

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Kompetenz für den Kunden Erfolgreiche ITIL-Zertifizierung

40 Mitarbeiter von Soennecken-Mitgliedern haben erfolgreich die ITIL-Zertifizierung erlangt.

Drei Tage Seminar mit abschließender Prüfung, ein zunächst etwas sperriges Thema, viel Theorie, viele englische Fachausdrücke. „Das war eine der heftigsten Schulungen, die ich in meinem Arbeitsleben hatte“, sagt Daniel Kreis schmunzelnd. Kreis ist Informationstechnikermeister und Abteilungsleiter des Technischen Kundendienstes bei büroorganisation strothkamp in Soest und einer von 40 Teilnehmern an Soennecken-Seminaren, die bislang die ITIL-Foundation-Zertifikation erworben haben. Um sein Fazit gleich vorwegzunehmen: „Das war ein extrem gutes Angebot von Soennecken. Es hat wirklich viel gebracht und wir werden auf jeden Fall noch einen Vertriebler das Seminar machen lassen.“

Zertifizierung zur Einstufung der Service-Level

Prall gefüllter Werkzeugkoffer – Optimierung individueller Prozesse

Soennecken-Mitglied jaka kooperiert erfolgreich mit Soennecken-Lieferant JobRouter®. Weniger IT-affine Unternehmer können mit dem Begriff „Dunkelverarbeitung“ häufig nichts verbinden oder sind vielleicht schon wegen des etwas düsteren Wortes skeptisch. Für Jan Toews, Geschäftsführer Vertrieb im Freiburger Systemhaus jaka, ist Dunkelverarbeitung das höchste aller Ziele. Es bedeutet, Prozesse so zu optimieren, dass alles, was keinen zwingenden Eingriff durch den Menschen erfordert, automatisch im Hintergrund – sondern weil wir wollen, dass sie effizient und zufrieden ihrem Kerngeschäft nachgehen können“, sagt Toews. Um seinen Kunden solche Leistungen zu verkaufen, arbeitet das Soennecken-Mitglied jaka mit dem Soennecken-Lieferanten JobRouter® zusammen.

JobRouter® liefert ein Tool, mit dem sich Workflows abbilden und IT-technisch umsetzen lassen. jaka nutzt das Tool, um individuell Prozesse bei seinen Kunden zu optimieren. Job-Router® ist herstellerunabhängig und in der Lage, einzelne „Software-Inseln“ zu verbinden. „Mit den alten Tools werden wir eine Effizienzsteigerung nicht mehr erreichen können“, sagtToews, der insbesondere durch Industrie 4.0 ein enormes Potenzial sieht.

Die Chance zur Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierung hat jaka auch im eigenen Haus genutzt, zuletzt mit der Umstellung des Bestellprozesses bei Tonern. Mehrere hundert Reports werden bei jaka im Monat bearbeitet. Mit JobRouter® hat jaka einen Workflow abgebildet, innerhalb dessen Daten maschinell zusammengeführt, verglichen und geprüft werden. Der zuvor angefallene Personalaufwand von durchschnittlich fünf Stunden pro Tag ist bereits mehr als halbiert worden.

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Soennecken eG Drucken und Kopieren

B2C – Einzelhandel

Geschäftsfeld Einzelhandel – drei Fragen an Margit Becker

Drei Fragen an Margit Becker

Welche Herausforderungen stellen sich am Markt und wie unterstützen Sie die Mitglieder, sich dort gut zu positionieren
Keine Frage, die Herausforderung für die Händler ist die Online-Konkurrenz und deren steigender Marktanteil. Die Kunden sind kritischer geworden, für welchen Anlass es sich lohnt, in ein Geschäft zu gehen.

Ganz konkret – was haben Sie erreicht?
Zunächst einmal eine Veränderung in den Köpfen. Die Händler haben den Willen, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und die Zukunft aktiv zu gestalten. Sie setzen sich intensiv mit den Anforderungen des Marktes auseinander und investieren in die Offline-Online-Verzahnung.

Was steht für die nähere Zukunft auf Ihrem Plan?
Wir sind auf dem richtigen Weg, und genau diesen werden wir mit offenen Augen weitergehen. Die Teilnehmerzahl bei „1A-Lage der Zukunft“ wird sukzessive ausgebaut.

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Gesucht und gefunden – erfolgreiche Vernetzung von On- und Offline-Welt

Die Piloten von „1A-Lage der Zukunft“ blicken auf eine erfolgreiche Vernetzung von On- und Offline-Welt zurück.

Wer heute etwas sucht, gibt es bei Google ein, z. B. „Schulranzen“ und „Göppingen“. Kein Problem für Google. Die Suchmaschine gibt umgehend eine Liste aus. Die obersten vier Einträge führen zum Soennecken-Mitglied Bertz GmbH. Wer statt in Göppingen in Erkelenz wohnt, findet an erster Stelle die Friedrich Viehausen GmbH. Zum Anschauen, Anfassen und Anprobieren liegt nun der Weg zu eben diesen Händlern nah.

Viehausen und Bertz sind zwei der Piloten des Soennecken-Projekts „1A-Lage der Zukunft“, dessen Konzept die On- und Offline-Welt des Einzelhandels vernetzt. „Die Kunden sind flexibler geworden und entscheiden individuell, wo sie sich informieren und wo sie letztendlich kaufen“, sagt Stefanie Kremer, Geschäftsführerin von Bertz. Und ergänzt: „Insofern ist es unumgänglich, dass auch wir uns mit unseren Ladengeschäften entsprechend aufstellen.“

Nur, woher bei all den Erfordernissen des täglichen Geschäfts auch noch die Zeit und das Know-how für den Online-Auftritt nehmen? Genau an dieser Stelle setzt Soennecken mit praxisnaher Unterstützung zur technischen Umsetzung und inhaltlichen Pflege der Seiten an. Redaktionelle Themen rund um Produkte, Ladengeschäft und Marken sowie kreative Anregungen aus dem PBS-Umfeld füllten nach und nach die Seiten der teilnehmenden Händler – und zwar in enger Zusammenarbeit und Abstimmung. „Der intensive und nahezu tägliche Austausch zwischen uns und dem Soennecken-Team war beeindruckend“, sagt Geschäftsführer Christopher Viehausen. Vom Ergebnis ist er ähnlich überzeugt: „Die neue Website ist der Hammer. Informativ, kreativ – sie sucht ihresgleichen. Das ist die beste Visitenkarte, die man sich vorstellen kann.“

Know-how für den Online-Auftritt

Treffpunkt mit Niveau – Umbau zum zukunftsfähigen Ladenlokal

Mit einem Umbau hat die Staehlin GmbH ihre Fläche mehr als verdoppelt. Professionelle Planung und Umsetzung waren der Grundstein für den Erfolg. Soennecken beriet bei Finanz- und Sortimentsplanung. Viele Jahre war nicht klar, ob das denkmalgeschützte Haus in der Kemptener Innenstadt eher ein Problem oder es eine Chance sein würde. Der Sitz der Staehlin GmbH lag zentral, aber das Gebäude war zu eng, wenig repräsentativ und die Eigentumsverhältnisse offen. Inzwischen steht nicht nur fest, dass es eine Chance war, sondern auch, dass das Familienunternehmen die Chance ebenso planvoll wie erfolgreich genutzt hat.

Bedarf für mehr Raum und Fläche bestand schon lange. Staehlin ist ein klassischer Mehrfachspezialist: Bürobedarf und -technik, Büromöbel und Papeterie stehen als ähnlich starke Bereiche nebeneinander. „Staehlin Einrichtungskultur“ war separat im Rückgebäude untergebracht. „Hinterhofambiente ist einfach nicht passend, wenn Sie hochwertige Einrichtung verkaufen wollen“, sagt Geschäftsführerin Annette Pickert.

Professionelle Planung und Umsetzung

„Die Soennecken-Gruppe der Büroeinrichter hat uns zusätzlich motiviert, diesem Bereich einen noch höheren Stellenwert in der Entwicklung unseres Unternehmens zu geben. Wir sehen dort eine optimale Plattform für Austausch und Weiterentwicklung.“

2008 konnte Staehlin das Objekt kaufen, 2011 stieg die Familie in die weitere Planung ein. Die damaligen Überlegungen schildert Annette Pickert so: „Wenn wir weiterhin Einzelhandel machen wollen, dann müssen wir unseren Leistungen einen angemessenen Rahmen geben und etwas schaffen, was eine hohe Aufenthaltsqualität hat – sonst kann der Kunde auch im Internet kaufen.“ Die langjährige Aufbau- und Mitarbeit in der A. B. S.-Gruppe hat bei Annette Pickert konkrete Ziele und Pläne wachsen lassen. „Unsere Vorstellungen vom zukunftsfähigen Laden sind dort stark geprägt worden“, sagt sie.

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Soennecken eG Einzelhandel 01
Soennecken eG Einzelhandel 02

Geschäftsbericht 2015 als PDF

Bericht des Vorstands

Über 2015 gibt es viel Erfreuliches zu berichten

Über 2015 gibt es viel Erfreuliches zu berichten. Das Jahresergebnis – bestehend aus ausgeschütteten und thesaurierten Gewinnen – lag mit rund 12,5 Mio. € leicht über dem Vorjahresergebnis. Wir hatten zwar im Zentralregulierungsgeschäft einen Rückgang in Umsatz und Ertrag zu verzeichnen, konnten dies aber durch eine erfreuliche Entwicklung im Warengeschäft mehr als ausgleichen. Damit wird wieder einmal deutlich, dass sich das Warengeschäft vom ehemaligen „Kostgänger“ zu der Ertragssäule schlechthin gewandelt hat. Die wirtschaftliche Stärke der Soennecken eG begründet sich heute mehr denn je auf einem rentablen und in vielerlei Hinsicht marktführenden Großhandelsgeschäft.

Im nun laufenden Jahr 2016 stehen drei Themen im Mittelpunkt

Erstens planen wir erneut ein starkes Wachstum im Warengeschäft. Darüber hinaus werden wir das Sortiment weiter ausbauen. Dies erfordert Investitionen in unser Lager. Sieben Jahre nach Inbetriebnahme haben wir die Kapazitätsgrenze erreicht und planen eine Erweiterung. Auf den Regionaltagungen im Frühjahr 2016 haben wir bereits ausführlich über unsere Pläne berichtet.

Zweitens investieren wir erneut in zusätzliche Dienstleistungen für unsere Mitglieder. Im Mittelpunkt stehen dabei vertriebliche Aktivitäten – beispielsweise durch neue Angebote im Online-Marketing für das Streckengeschäft oder die Weiterentwicklung der 2015 erfolgreich eingeführten „verlängerten Ladentheke“ für den Einzelhandel.

Und drittens haben wir uns vorgenommen, einen Blick in die fernere Zukunft unserer Branche zu werfen und möchten mit unseren Mitgliedern im Rahmen der Generalversammlung in Leipzig darüber diskutieren, welche Vorstellungen wir von einer gemeinsamen Zukunft haben und was wir tun sollten, um sie in unserem Sinne zu gestalten. Dafür wollen wir einmal ein neues, für uns ungewohntes Veranstaltungsformat ausprobieren. Sie dürfen gespannt sein!

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Wirtschaftliche Stärke

Soennecken eG Bericht des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

Das vergangene Jahr war nach einem von der außerordentlichen Generalversammlung dominierten Vorjahr ein erfreulich „normales“. Natürlich gab es auch 2015 viele wichtige Themen zu diskutieren und zu entscheiden. Aber im Kern konnte sich die Soennecken eG um den Ausbau der Dienstleistungen für die Mitglieder und die dringend erforderliche Ausrichtung des Unternehmens auf eine zunehmend digitalisierte Welt kümmern.

Mit dem Jahresergebnis 2015 können wir zufrieden sein. Die Ergebnissituation hat sich auf einem hohen Niveau stabilisiert, und die Mitglieder erhalten erneut eine insgesamt sehr erfreuliche Ausschüttung. Die rückläufigen Umsätze zeigen aber auch, worin eine der zentralen Aufgaben der Zukunft liegt: Die Soennecken eG braucht neue Umsatzimpulse und muss sich mit aller Kraft gegen eine doch eher verhaltene Branchenkonjunktur behaupten.

Besonders erfreulich ist, dass die Nutzung unserer Logistikdienstleistungen stetig zunimmt. Eine Investition in das Lager passt daher in die Zeit. Durch erweiterte Sortimente eröffnen sich Umsatzchancen für die Mitglieder und damit auch für die Soennecken eG.

Der Vorstand der Soennecken eG führt das Unternehmen mit Geschick und Augenmaß durch die Gegenwart in die Zukunft. Er versteht es, hier und heute die Ergebnisse sicherzustellen und sich intensiv um die Belange der Mitgliedsfirmen zu kümmern. Überdies beschäftigt er sich intensiv mit Zukunftsfragen und vollzieht die erforderlichen Weichenstellungen in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat. Wir danken ihm daher herzlich für seine ausgezeichnete Arbeit.

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Soennecken eG Bericht des Aufsichtsrats

Interview mit dem Vorstand

„Die Satzungsöffnung hat uns bei der Betrachtung und Bewertung der Zukunftssituation sehr weitergeholfen.“

Wie ist das Jahr 2015 wirtschaftlich gelaufen?

Dr. Erdmann: Es war ein erfolgreiches Jahr für Soennecken. Die Ergebnissituation ist gut. Das Gesamtergebnis haben wir gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert, selbst bei konservativer Rechnung mit Einbeziehung der Risikovorsorge. Was den Umsatz anbelangt, sind wir jedoch hinter unserer Planung zurückgeblieben. Das liegt aber im Wesentlichen am Ausfall eines größeren Lieferanten im Technikbereich und hat daher für den Ertrag keine besonders große Bedeutung.

Langfristperspektive der Branche

Welches sind die Themen der Zukunft?

Dr. Erdmann: Wir beschäftigen uns intensiv mit der Langfristperspektive unserer Branche. Mit Fragen wie: Welche Produkte werden gebraucht? Welche Rolle spielen papierabhängige Produkte noch? Wie verändert sich die Arbeit in den Büros in den nächsten zehn Jahren? Wie verändern sich die Einrichtungskonzepte? Dr. Erdmann: Mit der „verlängerten Ladentheke“ erweitern wir unseren stationären Einzelhandel um eine Online-Komponente mit Shops und elektronischer Präsentation im Laden. Das Konzept ist mit den ersten Händlern umgesetzt worden und funktioniert sehr gut. Dr. Erdmann: Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich Büroeinrichtung. Das ist ein Markt, der langfristig Wachstum verzeichnen wird, ein Markt, um den wir uns kümmern müssen. Wir haben gemeinsam mit einem Dutzend Händlern Konzepte erarbeitet, die Fluss in den Markt bringen. Zwei Gegebenheiten können wir derzeit nicht ändern. Erstens: Die Branche hat zurzeit einen guten Lauf und auf einen schnell fahrenden Zug aufzuspringen ist nicht einfach. Zweitens: Händler und Hersteller haben sich ohne uns eingerichtet. Keiner hat auf uns gewartet. Hier gilt das Gleiche wie für den Erwerb eines Online-Unternehmens: Die Zeit wird kommen.

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Soennecken eG Interview mit dem Vorstand
Soennecken Interview mit dem Vorstand 2