Meilensteine der Unternehmensgeschichte – 1875 bis 1919.
Nach den Übungsheften und den passenden Federn bot Soennecken Eil- und Schulfedern an. Auch sein Schreib- und Zeichenzubehör wie Zeichenbretter, Zirkel und Tintenfässer verkaufte sich gut. Der noch heute unverzichtbare Aktenordner wurde 1886 unter dem Namen "Briefordner" herausgebracht. Bald darauf gab es den Locher, der es erlaubte, Papiere endlich ordentlich und chronologisch abzulegen. „Klein oder groß – lochen famos!“ hieß es damals selbstbewusst auf einem Werbeplakat.
Jede noch so kleine Schreibfeder, die bei Soennecken in Handarbeit hergestellt wurde, trug den eingeprägten Namen wie ein Gütezeichen
Eine Sensation war die Erfindung der Reisepresse 1877. Sie arbeitete mit Kopiertinte und war eine große Hilfe bei der Reproduktion von Schriftstücken.
Regale und Büroschränke mit idealen Abmessungen für die Ordner erweiterten das Angebot. Bereits 1890 umfasste der Soennecken-Katalog an die 150 Artikel. Der erste Füllfederhalter mit hochwertiger, säurebeständiger Goldfeder kam im Jahr 1889 auf den Markt. Auch der legendäre Umlegkalender und das praktische Ringbuch stammen aus dieser Zeit und wurden schnell zu Verkaufsschlagern. Die Idee, den Markennamen Soennecken auf allen Produkten zu verwenden, machte Soenneckens Qualitätswaren "made in Germany" bekannt. Das prägte sich ein – auch im Ausland. 1913 beschäftigte Soennecken schon 981 Mitarbeiter und verschickte über seine Exporthäuser in Berlin, Leipzig, Amsterdam, Antwerpen und Paris 72.000 Warenpakete in alle Welt. Nach dem Tod Soenneckens im Jahr 1919 wurde das Unternehmen in Familientradition durch seinen Sohn und später durch seinen Enkel weitergeführt.
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