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Weg mit dem Grau – Farben ins Büro!

Keine Ideen? Langeweile? Schlechte Laune? Vielleicht liegt es ja an den Farben in Ihrem Büro.

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Dass Farben Emotionen auslösen, ist weithin bekannt. Auch, dass hell gestrichene Räume größer wirken als jene mit dunkler Eichentäfelung. Aber wussten Sie auch, dass die gleiche Temperatur in blau und rot-orange gestrichenen Räumen um bis zu sechs Grad unterschiedlich geschätzt wird? Dass Personen in gelben und roten Räumen gestisch und motorisch aktiver sind als in blauen? Dass blaues Licht Blutdruck und Atemfrequenz signifikant senkt, während rotes sie erhöht? Selbst ein Einfluss auf akustische Reize, Geruchs- und Geschmackssinn ist möglich – denken sie einfach mal an einen grasgrünen Apfel.

Farbe ist ein Alleskönner und diese Erkenntnis wird mit Farbergonomie auch bei der Gestaltung von Büros umgesetzt. Es gibt inzwischen professionelle Farbplaner, welche die persönlichen Empfindungen in Büroräumen gezielt beeinflussen und messbare Raumsituationen schaffen. Doch auch im Home-Office kann der graue Alltag in eine Atmosphäre von Kreativität und Wohlfühlen gewandelt werden.

Wie setzen die Profis Farben im Büro ein?

  • Sie verändern die gefühlte Raumtemperatur, indem sie langwellige Farben wie Rot, Gelb oder Orange für mehr empfundene Wärme, kurzwellige wie Blau für eine kühlende Wirkung einsetzen.
  • Sie verändern Raumproportionen, indem sie Räume durch kalte Farben wie Weiß, Grün oder Blau größer und durch warme Farben kleiner und näher erscheinen lassen.
  • Sie beeinflussen Stimmung und Arbeitsatmosphäre, indem sie Farben auf Tätigkeiten und Arbeitsziele abstimmen, zum Beispiel Gelb für Kommunikation, Blau für Konzentration, Rot für Aktivität.

 

Besonders interessant wird die Farbgestaltung, wenn sie in das komplette Bürokonzept eingebunden wird. So können farblich unterschiedlich gestaltete Räume für Arbeitsplätze, Besprechungsräume und Ruhezonen entstehen. Büromöbelfachhändler unterstützen bei der Planung und Gestaltung. Manche Berater erarbeiten mit ihren Kunden sogar ein individuelles Farbkonzept abhängig von Firmenzweck und -philosophie.

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Und wie viel Hokuspokus ist dabei?

Wenig. Zwar ist Farbempfinden stark geprägt von Erfahrungen und kulturellem Hintergrund und damit sehr individuell geprägt. Dennoch ist die Beeinflussung durch bestimmte Farben messbar, wenn auch einfache Zuordnungen ihre Grenzen haben. Nicht verwechselt werden darf die Farbwirkung mit ihrem Symbolgehalt wie etwa Grün steht für Hoffnung und Orange für Glück – dann nämlich wären die Herren von der Straßenreinigung stets die glücklichsten Menschen der Welt.

 

Dass Farben Emotionen auslösen, ist weithin bekannt.

Tipps für den Alltag:

  • Intensive Farben sparsam einsetzen. Kräftige Töne werden stärker wahrgenommen und brauchen daher geringere Flächen. Sehen Sie es so: Eine rote Krawatte würden Sie tragen, einen roten Anzug eher selten.
  • Lassen Sie die Natur Pate stehen. Beginnen Sie oben mit helleren Farben und werden Sie nach unten hin dunkler. Pflanzen tragen ebenfalls auch zur Farbgestaltung bei.
  • Farbe ist nicht nur an Wand und Boden. Büromöbel, Deko und sogar die Hintergrundfarbe am Bildschirm können farblich bewusst gewählt werden.
  • Dort, wo Sie ständigen Blickkontakt haben, eignen sich neutrale Farben, um das Auge nicht zu überanstrengen – hier darf es auch gerne mal Grau sein.
  • Sehen Sie den ganzen Raum. Auch die Kombination von Farben und die Harmonie von Farbe und Form spielen eine große Rolle.
  • Das volle Potenzial der Farbwirkung schöpfen Sie durch eine gute und gleichmäßige Beleuchtung aus.