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Bullet Journaling – Ordnung, die Spaß macht

So viele Apps auf dem Handy und trotzdem haben wir immer noch überall Zettel. Irgendwie macht es ja auch Spaß, noch etwas „zum Anfassen“ zu haben, wenn nur nicht dieses ständige Chaos beim „Ich schreib mir das eben mal auf“ wäre. Doch Rettung naht: Bullet Journaling heißt der Trend aus den USA, in dem Kalender und Zettel zusammengeführt werden, so dass es individuell und praktisch ist – und zudem noch gut aussieht.

Bullet Journal, türkis, Planer 2016, Chronoplan, Avery Zweckform

Die Idee.

"Bullet" heißt übersetzt "Kugel", "Bullet Point" ist ein Aufzählungszeichen in Kugelform. Das Grundelement des Bullet Journaling ist es, vor to do's Bullet Points zu setzen, und sie nach Erledigung in Häkchen oder Kreuze umzuwandeln. Soweit der Name, doch Bullet Journaling kann viel mehr. Es kann zu einer produktiven und kreativen Zeit- und Lebensplanung werden, und das ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Im Bullet Journal haben alle Termine und Aufgaben Platz.

Das Prinzip.

Zunächst brauchen Sie irgendein Buch, das Sie als Bullet Journal gestalten möchten. Das können Notizbücher mit oder ohne Linien/ Karos sein, aber auch ein Terminkalender. Im Fachhandel finden Sie viele Varianten, von denen sicher eine Ihre Ereignisse, Aufgaben und Ziele in verschiedenen Zeiträumen kennzeichnen kann. Arbeiten Sie nicht nur mit Bullet Points, sondern entwickeln eigene weitere Codes und Symbole, mit denen Sie den Überblick behalten.

Die Jahresübersicht

 In der Jahresübersicht können sie monatsweise eintragen, welche mittelfristig geplanten Ereignisse anstehen – zum Beispiel Hochzeiten, Geburtstage oder Urlaube. Außerdem behalten Sie hier den Überblick über Ihre lang angelegten Projekte. Sie möchten endlich wieder Sport machen? Führen Sie eine Spalte ein, in der Sie ein Häkchen an den Tag machen, an dem das geklappt hat. Sie glauben, Sie sitzen zu viel am PC? Schreiben Sie auf, wie viele Stunden es pro Tag wirklich sind. Danach können Sie entscheiden, ob Sie etwas ändern möchten. Sie können auch einfach Emoticons malen für gute, mittlere oder schlechte Tage und erhalten so ihr persönliches Stimmungsbarometer über das ganze Jahr.

Die täglichen Bullet Points.

Für die tagtäglichen Aufgaben und to do's arbeiten Sie am besten zusätzlich mit einer Wochen- und/oder Tagesübersicht. Hier kommen die Bullet Points zum Einsatz. Schreiben Sie sich Ihre Aufgaben auf und verteilen Sie sie auf die dafür geeigneten Tage. So portionieren Sie die to do’s auf eine machbare tägliche Anzahl. Ist ein Punkt erledigt, können Sie ihn abhaken. Haben Sie eine Aufgabe nur vertagt, können Sie sie mit einem Pfeil kennzeichnen und bei dem Tag neu eintragen, an dem Sie sich ihr wieder widmen wollen.

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 Es liegt an Ihnen, die eher nüchterne Grundstruktur nach Ihrem Geschmack abzuwandeln und zu erweitern.

Jetzt wird's persönlich

Es liegt an Ihnen, die eher nüchterne Grundstruktur nach Ihrem Geschmack abzuwandeln und zu erweitern. Musikliebhaber können beispielsweise ein "Lied der Woche" küren – so erhält das Jahr im Rückblick einen echten Soundtrack. Bullet Journaling schärft auch Ihr Bewusstsein für die kleinen Dinge des Lebens, die vielleicht sonst unbemerkt blieben. Schreiben Sie zum Beispiel jeden Tag eine Sache auf, für die Sie dankbar sind. Oder setzen Sie sich Wochenziele für Dinge, auf die Sie mehr achten möchten: In den blauen Himmel schauen, bewusst einige Zeit in der Natur verbringen oder Freunde anrufen, von denen Sie lange nichts gehört haben. So wird das Bullet Journal viel mehr als eine aufgehübschte to do-Liste, es lässt Sie Ihr Leben bewusster genießen.

Die kreative Note.  

Kreative Köpfe können sich stundenlang in verschiedenen Handletting-Techniken, Bannern und raffinierten Detailelementen ergehen. Man findet im Internet viele Fotos von bildhübsch gestalteten "BuJo"s.

Aber Vorsicht: Die Gestaltung des Bullet Journals soll natürlich kein weiterer lästiger Punkt auf Ihrer to do-Liste werden – es soll zweckmäßig sein und Ihnen Spaß machen! Wenn Sie also minimalistisch arbeiten ist das genauso richtig wie der kreative Einsatz von Stickern oder Masking Tape (bunt bedruckte Klebebänder).

Unwichtiges wichtig machen

Leere Seiten oder Notizseiten können Sie als Fundus für kleine Schätze des Alltags nutzen. Wie wäre es mit einer Seite, auf der Sie Zitate oder Sprüche sammeln? Die, die man sich immer unbedingt merken will und nach zehn Minuten schon wieder vergessen hat. Oder schaffen Sie sich Erinnerungsseiten über Urlaube und schöne Tage zum Gute Laune-Tanken zwischendurch. Oder oder oder. Der Alltag hält so viel bereit, was sich lohnen würde festzuhalten – tun Sie es einfach. Das Bullet Journal hält dafür alle Möglichkeiten offen.

Hier geht es zum Video

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